Der Zwischenraum, der die Dinge und Menschen umgibt, das was nicht sichtbar wird oder als Handlung vollzogen wird, steht für mich am Anfang, ist Ausgangspunkt meiner Arbeit. Wie nehmen Menschen Anteil an ihrer Umgebung und mit welchen Gefühlen, Gedanken leben sie innerhalb ihres Umfeldes; mit den anderen Menschen, die auch nur in ihrer eigenen Vorstellungswelt leben und aus ihr heraus agieren.
Kommen sie wirklich zueinander oder findet es nur in ihrer Vorstellung statt?
Ein Traum, der schmerzt oder glücklich machen kann.

Ich sammle Fotografien, Sätze, Momente, die mich berühren.
Davon nehme ich Teile, z.B. Menschenbilder, heraus und bringe sie in einen anderen Zusammenhang.
Ich fühle mich in die Figuren hinein und verliere sie wieder
Die Personen sind vereinzelt und in sich versponnen.
Es ist keine sichtbare Handlung vorhanden. Alles geschieht vorher.
Die Handlung folgt dem Unsichtbaren als Schatten.

Während des Malens findet ständig eine Veränderung im Bild statt.
Ganze Bildteile verschwinden. Sichtbar bleibt oft nur eine Ahnung von dem, womit ich angefangen hatte. Manchmal noch nicht einmal das.
Aber der Impuls, aus dem heraus das Bild gewachsen war, bleibt spürbar, sichtbar.
Mehr und mehr spielen die Bildräume, in denen sich meine Figuren befinden, eine Rolle.
Sie nehmen direkten Einfluss auf das Geschehen und bleiben doch unbeschrieben.

 
Mareile Stancke